Letzter Eintrag vorerst..

August 17th, 2009 von joh

Chris und ich sind gut wieder zurück und haben uns wieder daheim “eingelebt” (kann man das nach 5 Wochen überhaupt schon sagen???)

Naja jedenfalls wird es jetzt hier wahrscheinlich nichts neues mehr geben, außer dass ich gerade meine Gallery am aktualisieren bin und es in ein paar TAgen dann die kompletten Upward-Bound Bilder zu bestaunen gibt.

Ansonsten wars das auch schon, liebe Grüße

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…und los

August 7th, 2009 von chris

…so…hier der letzte Eintrag aus Schladming. Morgen früh um sechs geht’s los (nehmen noch jmd. mit zum Flughafen in München, weshalb wir ein bisschen früher aufstehen).

Gar nicht so einfach, allen so endgültig tschüss zu sagen – aber ich freue mich auch auf daheim…..

…also bis morgen ;-)

LG,

chris und Johannes

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We survived!

August 6th, 2009 von joh

Hallo liebe Blogleser,

nun sind wir endlich wieder zurück von unserer letzten und zugleich längsten Tour außerhalb des Tauernhofs.
Alles begann am Samstagmorgen. Wir wurden wie üblich um 7:30Uhr geweckt und nahmen unsere letzte Dusche für eine unbestimmte Zeit, schlüpften in unsere Wanderklamotten und freuten uns auf das letzte Frühstück bei dem man essen konnte soviel man wollte. Wir waren sehr gespannt afu die Tour, denn wir mussten das Campingkochgeschirr, das Zelt, die komplette Kletterausrüstung und Isomatte mitnehmen. Nach dem Frühstück folgte ersteinmal eine deftige Ernüchterung, denn das Mittagessen wurde für 11:30 Uhr angesagt. Warum Mittagessen? Wir gehen doch auf Tour! Denkste! Also war jetzt auf einmal noch viel Zeit um den Rucksack optimal zu packen, Email zu checken oder was einzukaufen oder sonst wie die Wartezeit totzuschlagen. Beim Mittagessen waren alle sehr zurückhaltend, wir hatten uns ja beim Frühstück die Mägen vollgehauen. Um 13:00 Uhr ging es dann aber doch endlich los!. Zuerst mit dem Bus nach Ramsau und dann zu Fuß weiter. Ziel war die Guttenberghütte. Die Fakten des Tages: 1100 Höhenmeter, 4 km Länge (=steiler Aufstieg), 3 Stunden Zeit und 28°C, keine Wolke am Himmel und kein Schatten auf der Strecke. Gegen 17:00 Uhr kamen wir dann völlig ausgepowert auf der Hütte an und fühlten uns wie nach einer Tropenexpedition.

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Wir bezogen unser sau enges Quartier (einige mussten sogar iim Winternotraum unterkommen so voll war die Hütte), es gab gutes Abendessen und eine neue Lecture von Hans-Peter über Dankbarkeit. Am Sonntag folgte dann die Begehung des Ramsauer Jubiläums-Klettersteigs, den längsten in der Region. Bevor wir diesen erreichten hieß es jedoch wieder eine Stunde bergauf wandern. Der Klettersteig war sehr schön, es gab ein paar super Aussichten aber einige von uns hatten mittlerweile ihr Pensum an Klettersteigen schon erreicht.

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Wir waren alle sehr schnell unterwegs, sodass wir schon um halb eins den Heimweg antraten – diesmal auf Wandertrails, fast nur bergab und jeder so schnell er wollte. Der Nachmittag war dann frei zur Verfügung, wer wollte konnte noch ein paar Hundert Meter hinter der Hütte seine Kletterkünste an der Felswand mit ein paar Instructoren verbessern. Chris und ich hatten aber vom Klettern erst einmal genug und relaxten auf der Hütte mit Lesen, Kartenspielen, Unterhaltungen und mit dösen. Abends gab es genial guten Kaiserschmarrn und eine Lecture von Martin. Der Abend endete recht früh im Bett und uns wurde gesagt: Morgen geht’s weiter. Am nächsten Morgen durften wir unsere Klettersachen abgeben – der Hüttenwirt war so freundlich diese mit der Versorgungsseilbahn ins Tal zu bringen – ein große Erleichterung für unseren Rücken. Das Terrain an diesem Tag war ganz anders als sonst. Wir wanderten in Richtung Osten (ohne festes Tagesziel) und es kam uns vor wie in Nordamerika. Viel grün, lichter Nadelwald, ein paar Seen und zwischendurch immer wieder Felsen. Eine super Tour.
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Beim Lunch hatte mein Team ein paar Probleme mit furchtbar aufdringlichen Pferden, die sowohl unseren Proviant, als auch unsere Socken verspeisen wollten. Mit viel Drücken, Rufen und Rumgestikulieren verschwanden sie dann aber nach ca. 20 Minuten. Ab dort ging es dann in der großen Gesamtgruppe im Regen weiter. Nach zwei bis drei Stunden hielten wir plötzlich mitten im Wald an (der Regen hatte aufgehört) und Martin teilte uns mit wie es weitergehen sollte. Es bewahrheitete sich, was einige schon vermutet und befürchtet hatten: DIE SOLOZEIT! Kameras, mitgeschmuggelte Uhren und Handys, das mitgebrachte Campingszeugs (alles nur sinnloses Gewicht um uns zu verwirren??) und sämtliches übriggebliebenes Essen mussten in ein „Abstellzelt“ geräumt werden und wir bekamen dafür eine 3m x 4m große Siloplane. Dann wurde jedem einzeln im Wald ein Platz zugewiesen, dann wir im Umkreis von 10m nicht verlassen durften. Nachdem sich jeder so gut es ging eine trockene Bleibe zwischen den Bäumen gebastelt hatte begann auch schon der Regen – und die Solozeit. Für ganze 45 Stunden war nun jeder mit seiner Plane gegen den Regen und seinem Schlaf- und Schreibzeug samt Bibel der Natur und dem Hunger ausgesetzt. Dreimal am Tag brachte ein Instructor lautlos Wassernachschub und man verbrachte die Zeit mit Nachdenken, Bibellesen, Beten, Frieren, Bangen um die Plane, viel Schlafen und vor allem Nacktschneckenentfernen (ich hatte sogar nachts eine auf der Backe und der Schulter sitzen…. uähhhhaa). Gegen 13 Uhr am Mittwoch wurden wir dann erlöst! Der Regen hatten zwei Stunden vorher aufgehört und wir durften unseren „Shelter“ wieder abbauen. Es war erstaunlich wie anstrengend so ein bisschen Packarbeit ist, wenn man zwei Tage nichts gegessen hat. Den Sinn vom Fasten haben Chris und ich immer noch nicht geblickt… wenn ihn jemand weiß soll er sich bei uns melden ;-)
Es gab eine heiße Suppe für alle, die so gut schmeckte, dass wir uns hereinsetzen könnten. Danach hieß es: „Aufsitzen“ es geht weiter. Uns (besser gesagt mir) fiel die Kinnlade herunter, da ich fest damit gerechnet hatte nach zwei Tagen Regen, Kälte und „Essenslosigkeit“ zum Tauernhof zurückzukehren, zumal wir schon 4 Nächte draußen verbracht hatten…
Aber wiedereinmal wurden wir überrascht: Es ging weiter. Es folgte eine 2 Stunden Tour zum so genannten „Ahornsee“ (wir fanden keinen einzigen Ahorn, aber es war wunderschön dort). Die Wanderung war so anstrengend wie nie, irgendwie wollte die Energie aus der Suppe nicht in unsere Beine…

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Die anfangs schlechte Stimmung besserte sich dann aber immer mehr, nachdem wir die Zelte aufgestellt hatten, unsere Sachen trocknen konnten und die Sonne ganz kurz rauskam. Meine Stimmung erreichte ihren Höhepunkt nachdem ich die zündende Idee hatte wie wir das Lagerfeuer entfachen konnten (vorausgegangen war eine Stunde der verzweifelten Versuche und Enttäuschungen unserer amerikanischen Freunde ;-) ).

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Nach einem Bad im See, dem Wärmen am Feuer und heißen Nudeln mit Soße von unserem Campingkocher (er hatte doch Sinn!) war die Stimmung dann schlussendlich doch auf dem einem Extrempunkt angekommen. Vergessen waren die zweit Tage Entbehrung und Kälte und die fehlende Seife/Dusche vermisste auch keiner mehr….

…die letzten Zeilen bleiben dann mir (Chris)…der heutige Morgen begann mit einer Überraschung: Nicht die Instructoren weckten uns mit einem freundlichen „Good morning everybody“, sondern es war Katie, die uns aus unseren Träumen holte. Es war wieder einmal passiert: die Instructoren hatten uns wieder verlassen und vier Plastikbeutel zwischen den Zelten enthielten jeweils ein Erste-Hilfe-Kit und einen Zettel mit der Anweisung: „Hike back to Schladming“. Ein kurzer Blick auf die Karte verriet, dass das kein all zu großes Problem sein sollte: 12km und 750 Höhenmeter – geschätzte 3-3,5 Stunden. Mit dieser Aussicht nahmen wir unser Frühstück ein und machten uns dann langsam auf den Weg. Dabei machte der glasklare See, mit den fast senkrechten Felswänden gesäumt von Nadelbäumen unter der aufgehenden Sonne fast den Eindruck, als würden wir uns irgendwo im „Wilden Westen“ wiederfinden. Wie immer waren die „Watermillers“ (der Name meiner Gruppe) so ziemlich die letzten die los kamen – doch wenn sie einmal laufen, dann gibt’s nichts, was sie Bremsen kann. Und sie laufen und laufen und laufen…so waren wir nach 1,5 Stunden wieder an der Spitze und kamen als erstes an der Zivilisationsgrenze (die erste Straße seit 4 Tagen zeugte von der vorherigen Anwesenheit eines Homo sapiens) wo dann zu unserer Überraschung die Instructuren sowie Heli und Martin mit einem Tauernhof-Van auf uns warteten. Diesmal um uns unser Gepäck und unsere Wanderschuhe abzunehmen – wie nett ;-) .

Doch was wir dann hörten war nicht so nett – alle rein in die Laufschuhe und dann ein Rennen zurück nach Schladming – die Strecke wäre ja nur 12km lang und der Rekord läge bei 46 Minuten. Das hörte sich nach einem Tag klettern, vier Tagen wandern und 2 Tagen fasten und Regen nicht wirklich machbar an – auch wenn sich Martin größte Mühe gab, uns zu motivieren.
Aber es half ja alles nichts – auf die Plätze, fertig und LOS!. Es ging auf und ab, durch Wald und Wiese, entlang der Enns und dann letztendlich durch Schladming zum Tauernhof. Unterwegs wurden wir noch auf etwa halber Strecke mit Wasser versorgt und nach knapp einer Stunde erwartete uns ein freundlicher Anblick – die ersten Häuser von Schladming. Das gab neue Energie! Und nach einem kurzen Zielsprint war es dann endlich geschafft: Das Tauernhof-Team erwartete uns bereits an der Ziellinie vorm Tauernhof – ein freundliches Banner und eine jubelnde Menge begrüßten uns.
Natürlich dürfen unsere Zeiten auch nicht unerwähnt bleiben: Johannes war einer der ersten 10 mit 59:50 Minuten. Ich brauchte ein klein bisschen länger – konnte mich aber auch über die Ziellinie retten: 1:05:00 stand zu diesem Zeitpunkt auf der Uhr.

Nach dem wir wieder zu Atem gekommen waren erwartete uns ein noch freundlicherer Anblick – Kiloweise Wassermelonen, Bananen, Schokolade und Hotdogs so wie literweise Getränke warteten nur darauf verschlungen zu werden. Und das Zeug ging runter wie nix: Johannes: 12 Wassermolenstücke und 4 Hotdogs + Obst und Süßes – ich mit 5 Wassermelonen und 4 Hotdogs zwar etwas weniger – dafür aber ohne Bauchschmerzen danach.

Dann freuten wir uns auf unsere erste heiße Dusche seit 134 Stunden und unseren kalten Almdudler (Johannes) und Coke (ich – wer hätte das gedacht). Der Rest des Tages ist nun frei – wie nett ;-)

…so viel zu unserer letzten und härtesten Tour – We survived! – Bilder folgen heute oder morgen.

Bis dann

Johannes und chris

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Camping

Juli 31st, 2009 von chris

Hey zusammen,

da sind wir wieder – nach vier Tagen Camping und der ersten Nacht in einem richtigen Bett, folgt nun der ausführliche Bericht.

Alles begann am Montagmorgen um halb sieben. Aufstehen, frühstücken, Rucksack packen und dann zur Essensausgabe – diesmal ein richtig großer Haufen wie es schien (es stellte sich aber relativ schnell heraus, dass all dies nicht genug sein würde um jeden vollends zu sättigen – doch das wussten wir ja noch nicht ;-) ). Um neun Uhr ging’s dann in den Bus der uns zu unserem Startpunkt brachte – diesmal nicht im Dachsteingebirge sondern in den „Tauern“: Dort bot sich uns ein völlig anderes Bild als noch die Tage zuvor: alles war grün – Bäume und Pflanzen bis hoch auf die Berge, Bäche und Seen überall. Eine willkommene Abwechslung zur vergleichsweise eintönigen Kalksteinwüste des Dachsteins. Nach einer relativ kurzen Tour (ca. 4 Std. und 900 Höhenmeter) erreichten wir unseren ersten Campingspot am Ufer des Giglachsees. Das erste was wir nach dem Aufschlagen der Zelte im Sinn hatten war der Sprung in das doch recht kühle Nass:

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Zum Abendessen gab’s Nudeln mit Soße – auf Gaskochern mühsam zubereitet aber dennoch sättigend und schmackhaft. Als die Sonne dann hinter den Bergen verschwand legte sich auch langsam der Trubel auf der Wiese und nach und nach verschwand einer nach dem anderen in seinem blauen Zelt.

Doch nicht für lange: Die aus den Teilnehmern ausgewählten Tagesleiter (einer der glücklichen war ich) mussten um halb sieben wieder raus. Nach einer kurzen Besprechung mit dem Staff und der Routenplanung für den Tag durften wir dann auch die anderen Teilnehmer aus ihren „Betten“ schmeißen. Die Wetterprognose für den Tag war nicht besonders gut und während des Frühstücks holte uns das angekündigte Gewitter auch prompt ein. Nicht jeder konnte sein Müsli und Zelt halbwegs trocken in eine nahegelegene Stallung retten und die Moral sank doch auf einen zwischenzeitlichen Tiefpunkt. Nach einer guten Stunde im Pferdestall und einer Andacht mitten im Pferdemist – aber immerhin trocken – klarte es zum Glück wieder langsam auf. Wir starteten. Jedoch brauchte es einige Stopps unseres Teams bis jeder seine Regenklamotten abgelegt und das seiner Meinung nach passende Tagsoutfit gefunden hatte. Nach einer halben Stunde, 5 Stopps und nicht mal 1 Km ging dann die eigentliche Tour los. Teilweise querfeldein hinauf über den nächsten Berggrad und dann wieder ein Stück hinab zur Lunchbreak.

Was dann folgen sollte, stellt wohl eher eine Rarität dar: Unser Weg führte uns diesmal nicht über, sondern unter dem Berg hindurch – durch eine alte Mine. Kurz vor der endgültigen Dunkelheit dann noch ein kurzer Lichtblick: auf dem Aufstieg zum Minentor entdeckten wir unser erstes Edelweiß – sorry Mädels – es war außer Reichweite^^. Dann hinab in die Dunkelheit – eine tolle Sache wie ich fand – nur, dass alles viel schneller vorbei war, als ich dachte – in der morgendlichen Besprechung war die Rede von etwa einer Stunde für die Mine (was aber anscheinend das Sammeln davor, den Aufstieg und das Sammeln der Gruppe danach beinhaltete), sodass ich doch etwas enttäuscht war als wir schon nach einer viertel Stunde wieder Tageslicht erblickten.

Naja – da ließ sich nichts machen – aber irgendwie war’s doch ne tolle Erfahrung ;-) Danach ging’s nur noch bergab. Der nächste Campingspot lag wieder am Wasser – diesmal zwischen zwei Flüssen nahe einer Hütte:

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Am Abend dann erwarteten wir hohen Besuch: Hans Peter Royer himself rannte (und wenn ich rennen sage, dann meine ich das auch) zu unserem Nachtlager hinauf um die nächste Lecture zu halten. Diesmal aber nicht direkt am Campingspot sondern auf der nahe gelegenen Hütte. Und er hatte einiges zum Thema Gebet zu sagen – nicht viele Worte – aber eine praktische und klare Botschaft. Anschließend hatten die Wärme der Hütte, die Aussicht auf ein anderes Getränk als Flußwasser und die leckern „Krapfen“ mit Brombeeren und Puderzucker doch eine große Anziehungskraft auf die meisten Teilnehmer, so das wir den Abend zum größten Teil in der Hütte verbrachten und erst spät den Abstieg zu unseren Zelten in Angriff nahmen. Die Nacht verlief wenig spektakulär – schlafen halt. Und hier wird es dann auch Zeit für mich an Johannes zu übergeben…

Ich werde also jetzt über die nächsten zwei Tage berichten: Der dritte Tag begann mit ein paar Wolken, die unseren Campingspot zu etwas besonderem machten.

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Der dritte Tag hatte es dann in sich. Zuerst über einen hohen Berggrad, wieder runter durchs Tal und rauf auf den nächsten Berggrat. Das Wetter war super und wir genossen die vielen super Aussichten. An diesem Tag entschied unser Team als Letztes anzukommen, wir genossen also den Tag und „spazierten“ durch die Landschaft. So hatten wir auch ein paar Minuten Zeit um ein paar lustige Bilder auf einem super Aussichtspunkt zu machen:

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Im Hintergrund sieht man das Riesachtal und das Dachsteingebirge.

Nach der Mittagspause überquerten wir einen weiteren Berggrad über ein Schneefeld und hatten danach die Möglichkeit den „Hochgolling“ zu besteigen. Dies ist der höchste Berg in den Tauern und zugleich der letzte wirklich hohe Berg – weiter östlich wird es wieder schnell „flach“. Chris und ich hatten eigentlich gar keine Lust nochmals weitere 500 Höhenmeter hoch- und wieder runterzurennen für eine Aussicht von 2800m, da wir ja schon auf dem Hohen Dachstein waren, der nochmals 200m höher war. Außerdem stand auf dem Schild zum Hochgolling „2 ½ Stunden“ und unsere Instructoren sagten, dass wir eine halbe Stunde für den Aufstieg hätten. Chris ließ sich – im Gegensatz zu mir – nicht überreden und trat den Weg zum nächsten Campingspot an, ich schloss mich einer 10köpfigen Gruppe an und bestieg den Hochgolling. Nach ungefähr 1/3 der Strecke setzten wir (drei aus der Gruppe plus mir) uns von den anderen ab und das Rennen begann. Hätte ich gewusst was für ein Tempo Grady vorlegte, wäre ich nicht gefolgt. Aber dafür war es zu spät. Wir rannten also förmlich den Berg hoch und verloren dann aber leider wegen unserem hohen Tempo den Weg und befanden uns plötzlich vor richtigen Kletterherausforderungen – alles natürlich ohne Klettergurt und Seil – das hatte keiner dabei. Nach ein paar Minuten erreichten wir die „Klettergruppe“ vor uns, die mit Heli und Martin zuvor die schwierige Strecke ausgewählt hatten. Wir schlossen uns also recht unfreiwillig denen an und erreichten dann die Spitze des Hochgolling. Ich war überglücklich heil oben angekommen zu sein, hätte man mir vor 2 Monaten gesagt ich solle da ohne Sicherung hoch hätte ich demjenigen wahrscheinlich einen Vogel gezeigt. Oben angekommen war ich dann heilfroh dass mich Benaja zuvor überredet hatte mit hochzukommen – die Aussicht war überwältigend und noch viel imposanter als vom Hohen Dachstein aus. Und dann flog noch ein Segelflugzeug keine 30m von uns entfernt auf unserer Höhe entlang des Hochgolling und es war einfach wahnsinnig genial, dass wir auf gleicher Höhe mit einem Flugzeug standen. Der Segelflieger war so nah, dass wir die Haarfarbe des Piloten erkennen konnten ;-) Es lässt sich nicht in Worte fassen, was für ein Gefühl man dort oben hat und auch Bilder werden dem nicht gerecht – ich hatte meine Kamera sowieso nicht mit ;-) – ein Punkt an dem ich ein bisschen neidisch auf die Kompaktknipser war….

Nach dem Abstieg und weiteren 900 Höhenmetern runter erreichten wir unseren Campingspot – ein natürliches Amphitheater am Fuße des Hochgolling. Bei mir gab es diesmal Fertigkartoffelbrei mit Maggifertigsoße – gegen den Hunger hat’s ein wenig geholfen – ansonsten war es mehr schlecht als recht.

Für den nächsten Tag wurde ich als „Leader Of the Day“ ausgewählt – wir hatten da so ein lustiges Spielchen, weil es keiner freiwillig machen wollte. Ich sollte also um 6 Uhr aufstehen und die restlichen Leader wecken, ich fiel aber um 10 vor 6 wieder in einen tiefen Schlaf, sodass mich Phillipus (ein anderer LOD) wecken musste. Unser Lunchziel war diesmal der Greifenstein – ein Berg 1000m höher gelegen als unser Campingspot. Eine große Aufgabe also für uns.
Wir erreichten mit 15 Minuten Verspätung die Spitze des Berges und vertilgten sämtliche Reste unserer Verpflegung, denn es war unser letzter Tag.

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Nach einer Devotion und einer ausführlichen Gebetsrunde wunderten wir uns, wo alle unsere Instructoren und die beiden Leiter geblieben waren – sie waren ganz heimlich verschwunden. Sie hatten uns nur eine kurze Mitteilung hinterlassen. Und ab dort begann der Spaß: Unsere Aufgabe bestand darin im Team heimzukommen. Leichter gesagt als getan, denn der Tauernhof befand sich ca. 22 km weit entfernt und es lagen 2000 Höhenmeter zwischen uns und Schladming.
Wir starteten also recht zügig und erreichten nach den ersten 1000 Höhenmeter eine kleine Hütte. Unsere erneuten Wegberechnungen ergaben, dass wir 6,5 Stunden bis Schladming brauchen werden, es war aber schon 15:00 Uhr und wir sollten spätestens um 18:30 Uhr ankommen – unmöglich also!
Ein Plan war, dass zwei Leute aus der Gruppe per Anhalter heimfinden, die Autos holen und den Rest der Gruppe abholen – das hätte aber gegen die Regeln verstoßen, denn auf unserer Mitteilung stand, dass wir in einer Gruppe bleiben sollen.

Chris Team jedoch legte die Anweisungen geschickt aus, sie kamen um 18:00 Uhr in Schladming an, nachdem eben zwei Teammitglieder die Autos in Schladming geholt hatten. Ich entschied für unsere Gruppe, dass wir es zusammen mit einem anderen Team schaffen könnten heimzulaufen, denn der Weg war nun eine richtige Straße und wir hatten in der letzten Stunde 6 km hinter uns gelassen und hatten noch 1,5 Stunden für 10 km. Mir schien es machbar.

Unterwegs dann aber gab es heftige Probleme in unserem Team, ein paar Mädels wollten keine Hilfe annehmen, waren aber viel langsamer und ein anderer rannte vorne weg und scherte sich nicht ums Team. Zu diesem Zeitpunkt war ich nicht glücklich darüber heute der LOD zu sein, aber wir mussten da durch. Als es dann 18:00 Uhr war tauchten plötzlich zwei Tauernhofbusse auf und wollten uns alle mitnehmen, die Aufgabe war extra unlösbar gestellt, sie wollten wissen, wie wir damit umgehen.

Da wir aber mittlerweile schon so weit waren, wir die Schmerzen in unseren Füßen schon nicht mehr spürten und voller Elan waren es zu schaffen entschlossen sich ein paar aus unserem Team und ein paar aus dem anderen Team trotzdem den Weg zurückzulaufen und es den Instructoren so richtig zu zeigen – der Ehrgeiz war geweckt und wir in Hochstimmung es allen mal so richtig zu zeigen.
Wir „überhörten“ also die Aufforderungen unserer Instructoren einzusteigen und starteten durch. Dann zog ein Gewitter auf und wir genossen den warmen Regen obwohl unsere Füße uns mit jedem Schritt sagten: „Why didn`t you choose the van“ (Zitat Grady).
Schlussendlich kamen wir fix und fertig, völlig durchnässt (auf Regenkleidung hatte keiner Lust) und stinkend aber überglücklich um 19:00 Uhr am Tauernhof mit einer halben Stunde Verspätung an. Gerade noch rechtzeitig zum Abendessen. Wir genossen das warme und schmackhafte Hähnchen in unseren nassen Klamotten und fühlten uns wie wahre Helden….
Die warme Dusche samt lautstarker AC-DC-LifeCD rundete unseren dann doch genial Tag mit vielen Höhen und Tiefen gelungen ab. Wir waren so ausgepowert, dass wir sogar überlegten uns Stühle mit in die Dusche zu nehmen, da uns das aufrechte Stehen aufgrund der Fußschmerzen große Probleme bereitete. Wir schaffen das Duschen doch gerade noch so ohne, aber ich nutzte die Gelegenheit beim Zähneputzen den vor dem Bad stehenden Stuhl mit ins Bad zu nehmen, da nach einem späten Döner in der Stadt, zu dem Chris mich überredet hatte, auch der letzte Funke Energie verschwunden war.

So endete also unsere Campingtour im Grünen, heute hatten wir frei um unsere Ausrüstung zu waschen und zu präparieren, denn morgen früh geht es wieder los zu unserer wahrscheinlich letzten Tour hier.

Liebe Grüße – die Hochgebirgscamper

Chris und Johannes

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Nur ganz kurz..

Juli 30th, 2009 von joh

Hallo,
wir sind gerade von einer tierisch anstrengenden Camping-Tour durch die Tauern zurückgekommen. Ich bin erst um 19:00 Uhr nach 20km und mehr Strecke und über 1000 Höhenmeter zurück und bin hundemüde. Deshalb nur ganz kurz:

Wir sind gut wieder zurück und haben morgen einen freien Tag, den wir zum Säubern und Richten unserer Ausrüstung brauchen, da wir am Samstag schon wieder zur nächsten Tour aufbrechen werden.
Wenn wir morgen noch Zeit finden werden wir auch noch länger berichten. Ihr dürft aber nicht traurig sein, wenn wir es nicht schaffen.

Liebe Grüße

Johannes und Chris

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Wieder ein freier Samstag…

Juli 25th, 2009 von joh

… und was macht der Johannes? Geht auf eine Mountainbiketour mit drei anderen Jungs. Im Prinzip ja nicht schlecht. Wäre die Strecke nicht viel zu heftig gewesen zum einen für die Räder und zum anderen für den Fahrer. Ihr ahnt was? Ja genau. Mich hats gelegt. Und zwar in einer kleinen Serpentine direkt in der Kurve, wo der Boden aufgeweicht war und der Singletrail in einem rostigen Stacheldraht endete. Mein linkes Bein sieht jetzt ziemlich ramponiert aus – es gehen ein paar blutige Striemen vom Knöchel bis zur HÜfte. Aber es sind nur oberflächliche Schürfungen, ist alles halb so wild. Aber gut aussehen tut es ;-) Die Strecke war ansonsten echt cool. Rauf auf die Planai und dann irgendwie bergab….

Chris hat den ganzen Tag gepennt und entspannt. Ach ja und wir haben Bilder hochgeladen. Viel Spaß beim anschauen: Klick!

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Gletschertour

Juli 25th, 2009 von joh

Endlich melden wir uns mal wieder. Wir sind gestern von unserer zweiten Mehrtagestour – der Gletschertour – zurückgekommen. Das Wetter war genial, es war genau getimt. Als wir gestern zurückkamen hat es geregnet, die Tage davor kein einziges Mal. Nur abends als wir schon auf der Hütte waren. Da gab es zweimal ein richtig genial überdimensionales Sommer-Alpengewitter. Binnen Sekunden verdunkelte sich der Himmel, es wehte heftig, dann begann der Regen und tiefes Donnergrollen. Danach folgten Blitze, die die gesamte Hütte erhellten und zum Abschluss gab es Hagel mit Hagelkorngrößen bis 3 cm. Auf der Simonyhütte war der Hagel so laut, dass man sich die Ohren zuhalten musste um nicht taub zu werden. Mir hat das Spektakel super gefallen. Pure Energie!
So jetzt aber zu den Tagesberichten:
Alles begann am Dienstagmorgen (besser gesagt Montagabend mit Rucksackpacken). Wir wurden mit samt Gepäck zur Talstation der Dachsteinseilbahn gefahren und starteten von dort unsere Tour. Wir wanderten zum Aufwärmen zur Dachsteinsüdwandhütte (dort hatten wir schon mal die Wege repariert) und danach ging es weiter in Richtung Adamekhütte. Auf dem Weg dorthin durften wir das erste Mal so ein richtig großes Schneefeld überqueren.

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Es war ein riesen Spaß mit samt Rucksack auf den Wanderschuhen bei 20°C und wolkenlosem Himmel durch Schnee (kalt! Nass! Weiß! Winter? ) zu rutschen. Gegen Nachmittag erreichten wir also die Adamekhütte und hatten einen super Blick auf den „Hohen Dachstein“ und den darunter gelegenen Gletscher.

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Abends gab es eine „Lecture“ von Eis van Dijk und das erste Gewitterspektakel.

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Am nächsten Morgen wurden wir früh geweckt und es ging los zur ersten Gletscherbesteigung. Zur Sicherheit gegen „Gletscherspaltenreinfallen“ wurden wir in kleinere Teams aufgeteilt und mit unseren Klettergurten aneinandergebunden. Heli, unser Bergspezialist demonstrierte uns, was zu tun ist, falls jemand in eine Spalte im Gletscher fallen würde. Das trickreiche war, dass wir diese nicht sehen konnten, da von Samstag der komplette Gletscher unter einer dicken Schneeschicht lag. Das war aber auch gut so, weil wir ihn sonst nicht begehen hätten können, da die Fackelträger nicht über 50 Eisspikes für die Schuhe verfügen.
Mutig und aneinandergeknotet bestiegen wir also den Gletscher mit Ziel „Hoher Dachstein“! Nach ein paar Stunden Schneestapfen bei genialem Sonnenschein und warmem Wind erreichten wir den Fuß des Hohen Dachstein – ab sofort ging es auf einem Klettersteig weiter. Ein Klettersteig ist ein schmaler „Weg“, der zu steil zum einfachen begehen ist, sodass dort ein Stahlseil angebracht wurde in das man sich einklinkt und an dem man dann den Berg kletternd erklimmt. Wir also alle mit mehr oder weniger mulmigem Gefühl da hoch. Dort oben bot sich eine Aussicht, die seines gleichen sucht. Noch nie haben wir so was erlebt. Wir konnten bis weit in die Schweiz und nach Deutschland schauen. Heli erzählte uns, dass wir extrem privilegiert waren, denn normalerweise ist der Hohe Dachstein (3000m) von Wolken umgeben und es gibt nur ganz wenige Tage im Jahr, an den man solch eine Sicht hat. Nachdem wir die Aussicht genossen hatten ging es den gleichen Weg wieder runter. Mir war ganz schön mulmig, denn auf der einen Seite ging es ca. 100m fast gerade runter auf den Gletscher zu und auf der anderen Seite befand sich eine 1000m !!! senkrechte Steilwand, für die der Dachstein bekannt ist. Wir also eingeklinkt den Weg wieder runter. Danach folgte wieder die „Aneinanderknotaktion“ und es ging mit Highspeed den Gletscher hinunter. Das war wieder ein riesen Spaß. Skifahren auf Wanderschuhen im Sommer! Für mich war dieser Tag einer der besten bisher.
Gegen Ende des Gletschers haben Chris, Dan (aus Rumänien), Michael (auch aus Deutschland) und ich noch einmal den Ernstfall trainiert und uns aneinandergebunden, alle die Augen gletscheraufwärts und dann rannte/fiel einer so schnell er konnte bergabwärts. Die anderen versuchten während sie von der „in die Gletscherspalte fallenden Person“ herabgerissen wurden Halt zu finden und mit dem Eispickel die Person am Seil zu stabilisieren. Das ganze war viel schwieriger als wir dachten und wir waren froh, dass keiner von uns auf der Tour in eine Gletscherspalte gefallen war. Aber Spaß hat es gemacht… auch wenn wir tierisch nass wurden im Schnee.

Dan wollte unbedingt ein Heldenbild, auf dem zu sehen ist, dass er jemanden aus den Fängen des Gletschers gerettet hat. Und wer musste als Opfer hinhalten: Das Fliegengewicht – ICH! Chris durfte fotografieren!

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Der Tag endete wieder mit einer Lecture und einem guten warmen Abendessen auf der Hütte.

…so…jetzt darf ich (Chris) wieder^^: der dritte Tag begann fast so, wie der zweite: bestes Wetter und direkt in die Kletterausrüstung und rauf auf den Gletscher. Nur diesmal auf der anderen Seite hinauf. Der Weg nach oben schien endlos und dauerte auch bestimmt 1,5 Stunden. Dann ging’s einen recht langen aber nicht zu schweren Klettersteig hinüber zum anderen Gletscher. Hier durften wir zuerst wieder unsere Wanderschuh-Skikünste unter Beweis stellen – diesmal aber so steil wie noch nie und mit wesentlich mehr Speed. Wir konnten es uns auch nicht verkneifen, den Hang noch mal hinaufzusteigen und es noch einmal zu versuchen – diesmal mit noch mehr Spaß. Einige (Johannes) hatten immer noch nicht genug – doch das dritte Mal hatte es in sich – folgendes Bild sollte das Ende der Geschichte eindrucksvoll beschreiben (seit dem leidet er ein wenig unter Nackenverspannung):

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…danach ging’s wie gewohnt auf dem Gletscher weiter zur Simonyhütte – mit kurzem Zwischenstopp an einem kleinen Felsen (200m) wo ein wieder ein Klettersteig hinauf führte – diesmal einer der gehobenen Kategorie. Johannes bittet mich noch den Wind zu erwähnen, der unseren lieben Heli fast vom Gipfel wehte. Der Abstieg war fast noch anspruchsvoller als der Aufstieg.

Nach zwei Stunden hatten wir wieder ebenen Boden unter den Füßen und erreichten endlich unser Nachtlager. Der kleine Bergsee – eigentlich mehr eine kleine Pfütze – hatte dann doch eine große Anziehungskraft auf die meisten Teilnehmer die eine Dusche doch schon seit drei Tagen vermissten. Lediglich einige wenige – ich auch (musste noch das Tourtagebuch führen) – blieben zurück und genossen die Sonne auf der Bank vor der Hütte.

Johannes war mit dabei: „Es war ein geniales und zugleich extrem merkwürdiges Erlebnis. Wir rannten alle wie die Bekloppten den 2km langen Weg von der Hütte aus in Richtung Gletscherzunge zum See. Dort angekommen sprangen wir sofort in den doch etwas kalten See. Genial die Abkühlung! Das merkwürdige an dem Erlebnis war, dass wir im Wasser planschten – wie normal im Hochsommer – und uns danach auf den heißen Steinen sonnten während keine 2m neben uns das Schneefeld des Gletschers endete. Ganz komisch. Auf der einen Seite Sommer, Sonne (25°C) und Badespaß und neben uns das Gletschereis und Schneefelder, die wir vor 2 Stunden „skiend“ überquert hatten. Nachdem wir uns “trockengesonnt” hatten ging es wieder rauf zur Hütte. Auf dem Weg rauf fanden wir in der doch sonst recht trostlosen Gegend (nur Steine, Steine, Steine und Schnee) ein riesiges Feld von kleinen bunten Blumen und Dutzende Schmetterlinge. Mich wunderte wie diese Lebewesen es in dieser Gegend aushalten – Wahnsinns Erlebnis alles in Allem“

Zum Abendessen gab’s dann Spaghetti und anschließend wieder eine Lecture. Abgerundet wurde der Abend von einem gigantischen Gewitter. Man sah es schon lange die Berge hinauf ziehen – aber dann ging’s auf einmal richtig ab: so viele Blitze und Regen hab’ ich noch nie in so kurzer Zeit gesehen. Und der Hagel der sich mit unter den Regen mischte erzeugte in dem Vorbau der Hütte, wo wir dem Schauspiel beiwohnten einen so großen Lärm, dass jede Unterhaltung ein jähes Ende fand.

Am nächsten Morgen dann zeigte das Thermometer zwar nur noch 11Grad und der Himmel war ein bisschen von Wolken bedeckt aber das konnte die Laune nicht wirklich trüben. Erneut ging es den Gletscher hinauf – diesmal entlang der Bergwand und ohne Seil, was das ganze doch erheblich beschleunigte. Dann noch im Nebel quer über die Skipiste – machte mehr den Eindruck einer Polarexpedition als einer Alpentour – zum nächsten Klettersteig. Größtes Hindernis hier war eine etwa 30m lange Hängebrücke, deren Lauffläche nur aus zwei Drahtseilen bestand (für Johannes die Herausforderung des Tages ;-) – der Boden war doch einige Meter weiter unten zu erahnen). Danach gab’s die tägliche große Lunchbreak und die letzten Speisereste wurden untereinander verteilt – Brot war weniger das Problem als der Belag. Danach ging’s wieder ein schier endloses Schneefeld ins Tal hinunter:

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Es folgte noch ein kleines Geröllfeld auf den Weg hinab – diesmal viel eleganter und ohne Salto meinerseits – und nach 15 Minuten erreichten wir die Talstation der Dachsteingondel, wo ein großer Reisebus auf uns wartete – und er brachte uns tatsächlich zurück zum Tauernhof.

Fazit der ganzen Aktion: für uns die besten und erlebnisreichsten vier Tage des ganzen Upward-Bounds bisher.

Weiter Bilder werden die nächsten Tage folgen ;-)

…nun bleiben mir noch die abschließenden Worte zum Samstag: macht’s gut – wir melden uns wieder!

LG,

Johannes und chris

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Doch erst morgen…

Juli 20th, 2009 von joh

Hallöle,
wider Erwarten ging es heute doch nicht los auf große Tour. Das wird erst morgen der Fall sein. Heute waren wir wieder auf Canyoning- und Rafting-Tour, diesmal nur umgekehrt. Ich war beim Canyoning und Chris beim RAfting. Ich hätte die Tage mehr essen sollen und ein bisschen Fettpolster anfuttern sollen, ich hab noch nie so sehr gefroren wie heute in dem Canyon. In Spanien auf der Teenfreizeit war das irgendwie wärmer….

Wir beide denken, dass es morgen auf den Dachsteingletscher gehen wird. Folgende “Mitbring-Fakten” sprechen dafür: Keine Badeklamotten; keine Schladming-Karte, dafür die vom Dachsteingebirge; Gamaschen; keinen Schlafsack und Isomatte, dafür Hüttenschlafsack (auf dem Gletscher zelten wäre ja nicht möglich – deshalb nur HÜttenübernachtung möglich).

Wir sind beide sehr gespannt und melden uns wieder, sobald wir zurück sind.

Liebe Grüße aus der Steiermark
Joh und Chris

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Neue Bilder!

Juli 19th, 2009 von joh

Hallo… Wir haben neue Bilder hochgeladen: Klick!

Viel Spaß beim Anschauen

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…kleiner Nachtrag

Juli 19th, 2009 von chris

…so, da sind wir wieder. Gestern und Heute haben wir im Prinzip freie Tage gehabt – weil’s morgen wahrscheinlich wieder auf große Tour geht. Von daher gibt’s nicht viel Neues zu berichten – nur das Wetter war uns einen Eintrag wert: Es regnete gestern den ganzen Tag wie aus Eimern und die Temperaturen hier im Tal sank auf 8°C. Zweihundert Meter weiter oben schneite es sogar den ganzen Tag – man brauchte nur den Weg Richtung Obertal 10 Minuten zu gehen und schon stand man mitten im Schnee – und das Mitte Juli!!

panorama1_klein

…mal sehen was uns morgen im Gebirge oben erwarten wird – so schneebedeckt waren die Berge ringsherum seit unserer Ankunft nicht – wir hoffen nur ein bisschen, dass die Tour zu Hütten führt und nicht nachts in einem Zelt endet. Aber es soll nächste Woche wieder ein bisschen wärmer werden…hoffen wir’s mal….Joh ist ganz optimistisch^^ (wetter.com sei Dank)

…dann also bis nächste Woche oder so…

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